Storage

Die Verwaltung und Nutzung von Storage in Proxmox VE ist äußerst flexibel gestaltet. Über eine zentrale Konfigurationsdatei /etc/pve/storage.cfg lassen sich beliebig viele Speicherpools anlegen, die entweder lokal auf dem Server oder als gemeinsam genutzte Speicher im Netzwerk eingebunden werden können.

Storages mit Proxmox VE (Bild: pexels-cookiecutter-1148820.jpg)

Storages mit Proxmox VE (Bild: pexels-cookiecutter-1148820.jpg)

Dabei unterscheidet Proxmox VE - wie alle Technischen Storageumsetzungen - grundsätzlich zwischen File-Level und Block-Level Storage.

File-Level Storage (aka Datei-/Ordner-orientierte Speicher)

  • Verzeichnisse - Lokal

  • NFS Exporte - Linux Tech. / Windows hat Features für NFS

  • SMB/CIFS Freigaben - Windows Tech / Linux hat SMB-Tools und Samba-Server

  • CephFS - verteiltes Dateisystem, hier Datei-/Ordner-orientiert

File-Level-Speicher wie lokale Verzeichnisse, NFS, CIFS/SMB, GlusterFS oder CephFS ermöglichen die Ablage verschiedenster Inhalte – von VM-Images über Container bis hin zu Backups und ISO-Dateien. Es werden POSIX-kompatibles Dateisystem eingesetzt. In Kombination mit Formaten wie qcow2 erhält man auch Snapshot-Funktionalität.

Block-Level Storage (aka Block-orientierter Speicher)

  • LVM - Logical Volume Manager

  • LVM-Thin - unterstützt Thinpools / Thin Provisioning

  • iSCSI - Stichwort: iSCSI Targets

  • ZFS - Zettabyte FS - Features: integrierte Snapshots, Klone und Datenintegrität

  • Ceph RBD - virtuelle Blockgeräte (RADOS Block Device)

Block-Level-Speicher wie LVM, LVM-Thin, iSCSI, ZFS oder Ceph/RBD sind auf die Speicherung von Rohdaten spezialisiert. Dieses geschieht meist in Form von virtuellen Festplatten für VMs und Container. Diese Speicherarten bieten häufig Unterstützung für Snapshots und Thin Provisioning, was eine effiziente Nutzung der physischen Kapazitäten ermöglicht.

Filesystems (aka Dateisysteme) - es können alle unter Linux verfügbaren Dateisysteme genutzt werden:

  • ext4

  • XFS

  • Btrfs oder auch

  • ZFS

Die Entscheidung für ein bestimmtes Dateisystem hängt dabei von den jeweiligen Anforderungen an Performance, Redundanz und Snapshot-Funktionalität ab.