Network¶
Proxmox VE nutzt für die Netzwerkkonfiguration den Linux-Netzwerkstack und bietet damit eine hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Netzwerkinfrastruktur. Die Verwaltung kann entweder komfortabel über die grafische Oberfläche oder direkt durch Bearbeiten der Konfigurationsdateien erfolgen.
Networking mit Proxmox VE (Bild: pexels-brett-sayles-2881232.jpg)¶
Im Zentrum der Netzwerktechnik steht die Verwendung von Linux-Bridges, die als virtuelle Switches agieren und sowohl physische als auch virtuelle Netzwerkschnittstellen miteinander verbinden. Diese Bridges ermöglichen es, virtuelle Maschinen und Container direkt in das gewünschte (physische oder virtuelle) Netzwerk einzubinden, sodass sie als eigenständige Geräte agieren können.
Für komplexere Anforderungen lassen sich VLAN zur Netzwerksegmentierung und Bonds zur Erhöhung der Ausfallsicherheit und/oder Bandbreite konfigurieren.
Auch NAT-Routing ist möglich, um VMs in isolierten Netzwerken mit Internetzugang zu versorgen, ohne sie direkt dem externen Netz auszusetzen. Überhaupt kann man die virtuellen Maschinen nach eigenen Wünschen an bestehende physikalische oder virtuelle Netzwerkstrukturen anpassen. Mit Hilfe von SDN - Software Defined Netzworks ist seit PVE 8.x eine weitere Netzwerkumsetzung auf Datacenter-Ebene hinzugekommen. Damit haben sich weitere Vereinfachungen für die Netzwerkversorgung von VMs und LXC Containern auf Single Nodes oder Clustern ergeben.
In Cluster-Umgebungen kann Proxmox VE also SDN einsetzen, um virtuelle Netzwerke über mehrere Nodes hinweg flexibel zu gestalten. Die gesamte Netzwerkkonfiguration bleibt dabei zentral verwaltbar und lässt sich dynamisch an die Bedürfnisse der jeweiligen Umgebung anpassen.