Cluster (ohne HA)¶
Mit Proxmox VE lässt sich ein einfacher Cluster unkompliziert aufbauen und nutzen. Die technische Grundlage bildet dabei Corosync, das für die Cluster-Kommunikation zwischen den Nodes sorgt.
Zunächst wird auf jedem Server Proxmox VE installiert und eine stabile
Netzwerkverbindung eingerichtet. Man kann die Hostnamen und IP-Adressen
aller Cluster-Teilnehmer in die /etc/hosts-Dateien eintragen,
um eine DNS-unabhängige zuverlässige Namensauflösung sicherzustellen.
Man kann aber auch einfach mit IP-Adressen arbeiten.
Die Cluster-Erstellung beginnt auf einem der Nodes, entweder über
die Weboberfläche im Bereich Datacenter - Cluster
oder per Shell-Befehl pvecm create.
Nach der Vergabe eines Namens und Auswahl des Cluster-Netzwerks
wird der Cluster initialisiert. Weitere Nodes treten dem Cluster
über die Option Join Cluster in deren Weboberfläche oder
in ihrerm Terminal per Befehl pvecm add bei.
Hierzu werden die Join-Informationen und ein Passwort benötigt.
Wichtig
Wichtig ist, dass Nodes beim Beitritt keine (aufenden) VMs mit identischen IDs besitzen, da VM-IDs im Cluster eindeutig sein müssen.
Auf dem Node der „Join-ed“ darf keine Instanz vorhanden sein!
Krücke: VM / LXC mit problematischen IDs Backup machen und danach einfach löschen. Die Instanzen lassen sich ja später mit gewünschten IDs recovern.
[Test 2025] Join Cluster funzte - ohne Tricksereien nur mit leerem PVE. Wie gesagt: Backups (local) wären OK.
PVEs die einem Cluster beitreten, müssen sich neu einloggen denn die Nodes erhalten neue Signaturen / selbst ausgestellte Zertifikate.
Nach dem Hinzufügen aller gewünschten Nodes sind diese zentral über das Proxmox-Webinterface verwaltbar.
Virtuelle Maschinen können zwischen den Nodes verschoben werden, sofern das Storage entsprechend konfiguriert und fähig ist. Für die Datenspeicher lassen sich Storage-Technologien wie ZFS oder LVM gut nutzen.
Für eine einfache Replikation empfiehlt sich ein identisch benannter ZFS-Pool auf allen Nodes, der asynchrone Replikation ermöglicht. Mehr zu diesen Replikationen im Abschnitt ZFS-Cluster.
Da keine HA funktioniert bzw. verfügbar ist, werden im Fehlerfall keine automatischen VM-Failover oder -Neustarts durchgeführt. Der Cluster dient in dieser Konfiguration vor allem der zentralen Verwaltung, Migration und optionalen Replikation von VMs, nicht aber der Hochverfügbarkeit.